Starkes Konzert der Gospel Voices

Starkes Konzert der Gospel Voices

Schwung und Dynamik in der Herschbacher Kirche

Die Gospel Voices St. Anna hatten eingeladen und die Pfarrkirche in Herschbach platzte mit über 300 Zuhörern am Sonntag, dem 26.Mai förmlich aus den Nähten. Der junge Chor fand sich vor fünf Jahren zusammen und begleitet mit seinem charismatischen, humorvollen Chorleiter Fraser Gartshore Gottesdienste, Dorffeste, Familien- und Seniorenfeiern in allen 8 Kirchorten der Pfarrei.

Dank einer Schnupperprobe im Februar konnte der Chor 16 neue Sängerinnen und Sänger dazu gewinnen, so dass fast 40 Aktive in ihrem ersten eigenen Konzert einen Querschnitt durch ihr Repertoire von Gospels, Spirituals, Musicals und Pop boten.

Nach der Begrüßung durch die erste Vorsitzende Annedorle Meutsch füllte der Gemischte Chor mit „Ev‘ry Time I Feel The Spirit“ die Kirche sofort schwungvoll mit dem Geist der Gospelmusik. Gefühlvoll erklang „Amazing Grace“, während beim alttestamentarischen Spiritual „Go Down, Moses“ die aufbauende Dynamik in Mollklängen Gänsehaut machte. Dass die Gospel Voices auch die deutsche Kirchenmusik beherrschen, zeigten sie mit „Unser Vater“.

Einen Abstecher in die Popmusik gab es mit „Lean On Me“ (Solistin Jessica Heß), während im „Battle Of Jericho“ die Klänge so gewaltig wurden, dass sie den Einsturz der Mauern tatsächlich fühlen ließen.

Fraser Gartshore präsentierte sein großes Können am Klavier mit den zwei neuen, selbst komponierten Instrumentalstücken „Sunday Blues“ und „Gospel Rhythm“.

Einen schönen Kontrast bot der Gastchor „Vokalensemble 2000“, der an die große Zeit der Comedian Harmonists erinnerte. Der 1991 gegründete Männerchor mit ausgesuchten Stimmen wurde mehrfach Meisterchor und ging auf Tournee quer durch Europa. Die 15 Sänger unter der Leitung von Musikdirektor Wladyslaw Swiderski begeisterten das Publikum mit „Wochenend und Sonnenschein“, „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Veronika, der Lenz ist da“, „Ein Sommerlied“ und „Kuckuck“, am Klavier begleitet von Volker Siefert. Mit „Jerusalem“ (Solist Ernst-Otto Schmidt) setzte das Vokalensemble einen bewegenden Höhepunkt seines gelungenen Auftritts.

Das letzte Drittel eröffneten die Gospel Voices mit dem swingenden „Rise And Shine“ aus der schottischen Heimat des Chorleiters. Louis Armstrongs „What A Wonderful World“ (Solist Patrick Schmidt) enthielt den früher wie heute gültigen Aufruf, unsere schöne Welt nicht zu zerstören.

Das kämpferische „Wade In The Water“ war der Gegenpart zum strahlenden „You Raise Me Up“. Eine Zugabe durfte nicht fehlen, so dass der Chor mit dem Musicaltitel „Rhythm Of Life“ von Sammy Davis jr ein fulminantes Highlight setzte.

Statt Eintrittsgeld gaben die Besucher gerne eine Spende, die neben der Chorarbeit auch den von Überschwemmung und Zerstörung heimgesuchten 700.000 Opfern des Zyklons in Mosambik zugutekommen wird.

Zum Abschluss ließen Gäste und Aktive bei einem gemütlichen Umtrunk den musikalischen Genuss ausklingen.

 

Zurück